153 Borkumer und Gäste stürzen sich in die Fluten

Das dritte Neujahrsbaden der DLRG erreicht in diesem Jahr einen Teilnehmerrekord

Von Ann-Michelle Hartwig

Borkum – Zu den pathetischen Klängen von „Conquest of Paradise“ von Vangelis haben sich am Neujahrstag insgesamt 153 Wagemutige in das sechs Grad kalte Borkumer Nordseewasser gestürzt. Im vergangenen Jahr hatten sich 108 Badende beim Neujahrsbaden gründlich abgekühlt. Im Vergleich dazu hat sich die Teilnehmerzahl in diesem Jahr um rund 50 Prozent erhöht.

Teilnehmer und Publikum jubelten, als die Moderatorin der Veranstaltung, DLRG-Schatzmeisterin Britta Erdwiens, die hohe Teilnehmerzahl verkündete.

Ab 13 Uhr sammelten sich die Teilnehmer in den Räumen des ehemaligen Fitnesscenters in der Kurhalle am Meer. Um 14 Uhr meldetet sich der 153 Teilnehmer. Nach einer kurzen Einweisung liefen die Beteiligten in Bikini, Badeanzug oder -hose – teilweise trugen sie auch Mützen – über die Promenade und den Strand durch die breite Gasse, die die zahlreichen Besucher des Spektakels bildeten, zum Wasser.

Als mit einer Glocke das Startsignal gegeben wurde, stürzten sich unter dem großen Jubel des Publikums die mehr als 150 Badende in das kalte Wasser. Geschwommen sind allerdings die wenigsten Teilnehmer. Für viele galt: Reinspringen, raushechten und schnell ins Warme, wo Mitglieder der DLRG mit warmen Fußbädern und Getränken auf die Teilnehmer warteten.

Dabei war das Wetter freundlich. Während sich die Wagemutigen ins Wasser trauten, schien die Sonne. Dabei wagten nicht nur Borkumer den Gang in die kalte Nordsee. Auch viele Gäste gönnten sich  die gründliche Abkühlung zum neuen Jahr. Ein Badegast war nach dem Bad voller Euphorie und sagte: „Das Neujahrsbaden ist ein weiterer Grund dafür, Silvester auf der Insel zu verbringen.“

Das Spektakel ist zum festen Termin auf Borkum geworden. Zum dritten Mal haben Borkumer und Gäste das neue Jahr mit einem kalten Bad begrüßt und dabei jährlich die Teilnehmer- und Besucherzahl des Vorjahres getoppt. Denn nicht nur bei den Teilnehmenden, sondern auch bei den Zuschauern, erfreut sich das Spektakel großer Beliebtheit. Mehrere Tausend Beobachter standen am Strand, auf der unteren sowie auf der Oberen Promenade und feuerten die Teilnehmer an.