Mannschaft ROT gewinnt den Kampf gegen die Gezeiten 2015

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Der ursprüngliche Termin für den Gezeiten-Kampf am 25. Juli musste von uns wegen einer Unwetterwarnung, leider abgesagt und auf den 22. August verschoben werden.

Genau vier Wochen später also, am 22. August, konnte bei fantastischem Wetter, der Kampf gegen die Gezeiten nachgeholt werden. Pünktlich um 13 Uhr begann vor unserem Vereinshaus "Middelhüsche" für die drei Mannschaften,  der ungleiche Kampf Mensch gegen Nordsee. 150 hoch motivierte Schaufel-Spezialisten waren angetreten um mit ihren Sandschiffen gegen das auflaufende Meer zu kämpfen.

Das dieser Kampf gegen die herannahenden Fluten letztendlich nicht zu gewinnen ist, war allen Teilnehmern von vorne herein klar. Die Mannschaften Gelb, Rot und Blau waren gegeneinander angetreten um ein Gewinner-Team "Kampf gegen die Gezeiten 2015" zu ermitteln!

Nach einer intensiven Aufbauphase kam nach etwa einer Stunde, das auflaufende Wasser den ersten Schutzwällen bedenklich nahe und nagte sofort an den aufgeschütteten Dämmen. Jetzt schalteten die Grabeteams in den Verteidigungsmodus um. Einige kräftige Männer wurden abgestellt, um den Bau des Bugs weiter zu führen, denn dieser musste mit dem aufgepflanzten Mast möglichst lange gegen die Flut verteidigt werden.

Das Wasser kommt

Nachdem die Schutzwälle nach und nach der Flut zum Opfer gefallen waren, konzentrierten sich die Teams voll und ganz auf die Verteidigung des Schiffsbugs mit Mast. Nach unermüdlichem Einsatz und einem großartigen Fight fiel der Mast von Mannschaft blau als erstes dem unaufhörlich steigenden Wasser und den Wellen zum Opfer. Jetzt waren nur noch Gelb und Rot im Rennen.

Welche Strategie würde aufgehen? Große wuchtige Mastverstärkung mit Sand aus dem Schiff und Dammresten oder stromlinienförmige Mastverstärkung mit trockenem Innenschiff aus unermüdlich herangetragenem Sand aus dem trockenen Strandbereich. Mit Eimerketten wurde bis zum Schluss hart an den Mastfüßen gearbeitet. Dann kam das Signal des Schiedsrichters: Alle Mann von Bord, Arbeit einstellen.

Alfried Krupp in Sicht

Die Uhr zeigte halb vier, der Rettungskreuzer "Alfried Krupp" hatte inzwischen seine Vorführungen am Südstrand beendet und fuhr mit Volldampf vor dem Middelhüsche und den zwei Sandschiffen auf. Den Wellen der ersten und zweiten Runde konnten die beiden Schiffe noch stand halten. Aber was war von den stolzen Sandschiffen übrig geblieben? Ein Häufchen Sand mit Mast und Borkumflagge, beide Schiffe ähnelten jetzt eher gestrandeten Wracks.

Wieder ein Anlauf des Rettungskreuzers. Hohe Wellen, wie bei einem Sturm, laufen am Strand auf. Alle starren wie gebannt auf die beiden Schiffsreste. Das können die Wracks niemals überleben! Doch welcher Mast bleibt am längsten stehen? Mit jeder Welle neigt sich der Flaggenmast von Mannschaft gelb etwas mehr, bis er schließlich fällt.

Rot gewinnt!!!

Doch der Jubel bleibt erst einmal aus, Team rot kann es noch gar nicht fassen. Ihr Mast stand doch bis gerade eben fast genau so kippverdächtig in den Wellen. Doch dann Jubel und tosender Applaus. Gewonnen!

Wieder einmal hat sich die Strategie, möglichst viel trockenen Sand an den Mastfuß zu transportieren, ausgezahlt!

Vielen Dank der Alfried Krupp und ihrer Mannschaft, für die beeindruckenden Wellen.

Fotos, auch zum download, finden Sie unter > "Bilder" > "2015_Kampf gegen die Gezeiten".