384 Teilnehmer beim 6. DLRG Neujahrsbaden

Was für ein Neujahrstag!!!

Fantastisches Wetter, azurblauer Himmel mit gefühlten 15 Grad in der Sonne, tropisches Gewässer mit 8 Grad Wassertemperatur, 384 bestens gelaunte Teilnehmer, super tolle Stimmung, neuer Teilnehmerrekord, etwa fünftausend (5.000) Zuschauer. Was für eine Kulisse! Einfach genial!

Wer hätte das gedacht, Teilnehmerzahl fast verdoppelt! Neuer Teilnehmerrekord bei der sechsten Auflage unseres DLRG Neujahrsbadens, da hängt die Meßlatte jetzt aber sehr hoch... Was vor einigen Jahren im kleinen Kreis einiger Kameraden begann, hat sich dieses Jahr endgültig zum Megaevent entwickelt.

Platznot und Hitze

Der Umkleideraum platzt bereits aus allen Nähten und an der Startnummernvergabe steht die Warteschlange immer noch in Zweierreihen bis zur Tür hinaus. Die wollen alle schwimmen. Es ist kurz vor zwei, wo sollen die sich noch alle umziehen schießt es mir andauernd durch den Kopf. Meike, Fenna, Friedhelm und Christian halten draußen im Glühweinstand die Stellung. Löppt, nicken mir die vier zu. Die 200 haben wir längst geknackt! Gerade kommt einer unserer Spezis, ein Wiederholungstäter der ersten Stunde auf mich zu und zeigt mir stolz seine Startnummer. Mir bricht der Schweiß aus. 255 hab ich dieses Jahr! Super Stimmung hier, tolles Wetter habt ihr euch ausgesucht. Das hatten wir auch schon anders. Ich muss weiter noch mehr bekannte Gesichter winken mir aus der Menge zu. Startnummer 255 dröhnt es in meinem Schädel, die Urkunden sind alle. Was machen wir bloß.

Verlängerung

14 Uhr können wir nicht halten, Verlängerung. Britta, die seit fast zwei Stunden das Geschehen rund um unser Neujahrsbaden kommentiert, gibt die Info weiter. Die "Krupp" ist da! Wie sagen wir Bescheid, dass es bei uns später wird? Keine Handyverbindung möglich. Puh, Klaus macht das klar. Wasserspiele, die Monitore drücken soviel Wasser wie es nur geht in den blauen Himmel. Eine riesige Sprühnebelwand türmt sich hinter der "Krupp" auf, dahinter könnte sich locker ein Frachtschiff verstecken. Immer wieder beeindruckend, was der Kreuzer leisten kann. Showtime, vor solch einer fantastischen Kulisse. Menschen, soweit das Auge reicht! Laßt es rocken Jungs!

Die Schlange wird langsam kürzer. In der Wandelhalle warten jetzt schon weit über 300 Schwimmer geduldig auf den Start. Hier drinnen ist es brüllend heiß und es herrscht eine Stimmung, wie vor einem Sturm oder Hurycane. Unbeschreiblich! 350 Teilnehmer hallt es gleich neben unserem Tonmeister Simon, aus dem Lautsprecher. Eine Nachricht aus N`ney macht die Runde. Dort sind um 12 Uhr ca. 350 Schwimmer in die Nordsee gerannt. Das schaffen wir! Immer höhere Teilnehmerzahlen machen die Runde und heizten die Stimmung immer weiter an. Und dann ist es geschafft, Angelika, Meike, Hieke und Merle haben die letzte Startnummer vergeben. 384 Teilnehmer, wir haben Norderney überrundet. Jubel in der Wandelhalle.

Es geht los

Mit einem Grußwort unseres Geschäftsführers der Wirtschaftsbetriebe, Herrn Göran Sell, im einen Ohr und mit der Traditionshymne im anderen Ohr, geht es mit etwa 30 Minuten Verspätung endlich ab in Richtung Strand. Da ist Britta, Schild geschnappt und los. Was für ein Ausmarsch, was für ein Empfang! Die Wandelhalle übersäht von Zuschauern. Menschen, so weit das Auge reicht! Zuerst geht ein Raunen durch die Massen und dann, dann wird es immer lauter. Tosender Applaus, wie Donnerhall in Orkanstärke schwingt er über den gesamten Strand. Das Nadelöhr, die Treppe ist in Sicht, hier staut es sich immer auf. Sigrid, Markus und Volker klopfen uns beruhigend auf die Schulter, wir passen auf. Hier ist alles im Lot. Die Absperrung steht. Dann, ab auf den Strand. Hier stehen Pepke und Klaus bereits an der Glocke. "De Strand is upskiert". Alles pico bello! "kein Glas und kein Flinten liggen mehr rum." Dafür haben Pepke, Hieke und Hansi gesorgt.

drei, zwei, eins...

Hansi und Sunke stehen in Überlebensanzügen parat. Alles bestens, Lage im Griff signalisieren beide. Britta macht den Anheizer, eine Laola-Welle jagt die nächste, alle Teilnehmer sind auf dem Strand. Dann der Countdown und ab gehts in die kühlen Fluten. Die Ersten sind nach kurzem untertauchen wieder auf dem Rückweg, die anderen tauen jetzt erst richtig auf. Da wird gejohlt, gelacht und mancher Spaß und Schabernack gemacht. Geschwommen natürlich auch. Jungs macht keinen Sch... schwimmt bloß nicht zur Glückauf raus. Das Tochterboot der Alfried Krupp sichert das Badefeld Seeseitig ab. All gaut! Sei dreien wer um. Am Strand macht bereits das beliebte Neujahrsbaden-Schild die Runde. Beweisfotos werden geschossen.

Und dann löst sich der Trubel langsam wieder auf. Überall zufriedene Gesichter, trotz Wartezeit, enger Umkleidemöglichkeiten und so weiter. In der Wandelhalle versorgen Monika, Claudia und Georg, vom Meilenlaufteam, die Schwimmer mit Glühwein und heißem Punsch. Auch hier heißt es warten, aber keiner meckert und die drei hinter der Theke haben ihren Spaß mit den überglücklichen Schwimmern. Dej Büssenloopers, Ina und Tobi komen uk wer binnen und bint bliede mit hör schware Büssen. Vielen Dank allen Spendern, jeder Cent ist gut angelegt. Wir werden das gespendete Geld für unsere Jugendarbeit einsetzen. Zum Wohle vieler, vieler Borkumer Kinder.

Es ist in diesem Jahr, bei dem großen Ansturm bestimmt nicht alles glatt gelaufen, aber trotz einiger unverhofften Wiedrigkeiten gab es bis jetzt nur positive Resonanzen und zufriedene Teilnehmer. Auch wenn es mega anstrengend war, hat es unserer kleinen und überschaubaren Helferschar wieder riesig viel Spaß gemacht. Bis zum nächsten Jahr, bei hoffentlich wieder so tollem Wetter.

Das die Schätzung mit der Teilnehmerzahl von Norderneyer Neujahrsbaden nicht richtig war und dort etwa 500 Schwimmer in die Nordsee gesprungen sind macht dann auch nichts mehr. 2017 gibt ja eine Neuauflage, dann heißt es wieder: Auf zur Borkumer Wandelhalle, zum 7. DLRG Neujahrsbaden. Und wer weiß, vielleicht geht dann ja was...  ;-)

Wer nicht so lange warten will, am Samstag, dem 30. April 2016 findet vor unserem Vereinshaus "Middelhüsche", das traditionelle Anschwimmen statt.

 Hier schon mal für alle, die leer ausgegangen sind, die Urkunde zum selber ausdrucken.